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Die Stadt Hà Giang ist Km0 des Loops: Hier steigen Sie aus dem Schlafbus aus Hanoi, mieten ein Motorrad oder buchen einen Easy Rider, versorgen sich mit Bargeld, Benzin und warmer Kleidung und starten dann die rund 350 km lange Runde über das Karstplateau.
Die Stadt Hà Giang liegt eingebettet in einem Tal zu beiden Seiten des Lô-Flusses, umgeben von dunkelgrünen Bergketten. Für die meisten Reisenden ist sie nicht das eigentliche Ziel, sondern Km0 des Ha Giang Loop – der Ort, an dem Sie sich nach der Nachtfahrt erholen, Fahrzeug und Fahrer auswählen, Ihr Gepäck ein letztes Mal prüfen und dann hinauf aufs Karstplateau fahren. Ein halber Tag oder ein Abend in der Stadt genügt, damit die weitere Reise deutlich reibungsloser verläuft.
Anreise von Hanoi nach Hà Giang
Von Hanoi bis in die Stadt Hà Giang sind es rund 300 km, größtenteils über Autobahn und gut befahrbare Nationalstraßen.
- Schlafbus / Kabinenbus: die beliebteste Variante. Die Fahrt dauert etwa 6–7 Stunden; Spätabendbusse kommen frühmorgens an, sodass Sie den Loop noch am selben Tag beginnen können. Viele Busunternehmen holen Sie in der Altstadt von Hanoi ab und setzen Sie direkt im Zentrum von Hà Giang ab.
- Privatwagen / Selbstfahrer: flexible Zeiteinteilung, ideal für Familien. Der letzte Abschnitt vor der Stadt ist sehr kurvenreich – fahren Sie ihn bei Tageslicht, wenn Sie die Strecke nicht kennen.
- Mit dem Motorrad ab Hanoi: nur empfehlenswert, wenn Sie lange Strecken gewohnt sind. Die meisten Reisenden nehmen den Bus und mieten das Motorrad erst in Hà Giang, um Kraft für den Loop zu sparen.
Kleiner Tipp: Wenn Sie mit dem Nachtbus kommen, schlafen Sie ein paar Stunden nach, bevor Sie losfahren. Auf den Pässen vor Ihnen müssen Sie hellwach sein.
Wie fahren Sie den Loop: selbst, mit Easy Rider oder im Auto?
- Motorrad selbst fahren: die größte Freiheit, aber nur geeignet, wenn Sie steile Passstraßen und Haarnadelkurven gewohnt sind und den passenden Führerschein besitzen. Prüfen Sie Bremsen, Reifen, Licht und Hupe, bevor Sie das Motorrad übernehmen.
- Easy Rider (einheimischer Fahrer): Sie sitzen hinten, der Fahrer kennt jede Kurve, die besten Fotostopps und die guten Lokale. Die sicherste Wahl für alle, die noch nie im Hochgebirge gefahren sind.
- Auto / 7-Sitzer: passend für Familien mit älteren Menschen oder kleinen Kindern sowie in der kalten Regenzeit.
Egal wie Sie reisen – hetzen Sie nicht: Für einen entspannten Loop sollten Sie 3–4 Tage einplanen.
Fotospots in Hà Giang-Stadt
- Km0-Meilenstein Hà Giang: das fast obligatorische „Start“-Foto aller Loop-Reisenden, am schönsten frühmorgens, wenn die Straßen noch leer sind.
- Ufer des Lô-Flusses: Der Fluss fließt mitten durch die Stadt; ein Spaziergang am Uferdamm am Nachmittag ist sehr angenehm, mit Blick auf die umliegenden Berge.
- Yên-Biên-Brücke: Die Brücke verbindet beide Ufer des Lô – abends ein schöner Blickwinkel auf die beleuchtete Stadt.
- Zentraler Platz: weitläufig, abends kommen viele einheimische Familien hierher, um frische Luft zu schnappen – hier spüren Sie den Alltag der Stadt.
- Provinzmuseum: ein guter Ort, um sich schnell über die Hmong, Dao, Tày, Lô Lô und andere Volksgruppen zu informieren, bevor Sie ihnen unterwegs begegnen.
- Bắc-Sum-Steigung: An der Straße nach Quản Bạ sind die Serpentinen von oben der perfekte „Appetithappen“ für die ganze Reise.
Essen und Übernachten
Die Stadt bietet genug Auswahl für die erste und die letzte Mahlzeit Ihrer Reise. Probieren Sie morgens bánh cuốn trứng (gedämpfte Reisblätter mit Ei), abends cháo ấu tẩu (Reisbrei mit Eisenhut-Wurzel; die Wurzel muss sehr sorgfältig zubereitet werden – essen Sie ihn nur in Lokalen, die darin erfahren sind), außerdem thắng cố (traditioneller Eintopf der Bergvölker), lạp xưởng gác bếp (über dem Herd geräucherte Wurst), thịt trâu gác bếp (geräuchertes Büffelfleisch) und Gegrilltes. Im Winter sind Hà-Giang-Orangen, Nüsse und Honig beliebte Mitbringsel.
Zum Übernachten gibt es Hotels, Gästehäuser und viele Hostels für Loop-Reisende – diese bieten oft gleich Motorradverleih, Easy Rider und die Aufbewahrung von großem Gepäck, während Sie unterwegs sind. Wenn Sie früh am Morgen starten, schlafen Sie am besten in der Nähe des Verleihs.
Beste Reisezeit & Tipps
- September: reifer Reis in den Tälern entlang der Strecke.
- Oktober–November: Buchweizenblüte, trockenes und klares Wetter – zugleich Hochsaison, buchen Sie also früh.
- Dezember–Februar: kalt, in höheren Lagen ist Frost möglich; gegen Ende des Winters und im Frühjahr blühen Senf-, Pflaumen- und Pfirsichblüten.
- Sommer (Juni–August): saftig grün, aber sehr regnerisch – behalten Sie das Wetter im Blick und planen Sie flexibel.
Vorbereitungstipps, bevor Sie die Stadt verlassen:
- Genug Bargeld abheben: Je höher Sie kommen, desto seltener werden Geldautomaten, und viele Lokale und Homestays nehmen nur Bargeld.
- Volltanken und sich die Tankstellen in den nächsten Orten merken.
- Reisepass mitnehmen: nötig beim Einchecken und in grenznahen Gebieten wie Lũng Cú.
- Warme Kleidung, Regenjacke, Handschuhe: Auf dem Plateau kann es deutlich kälter sein als in der Stadt, vor allem frühmorgens und nachts.
- Gepäck zurücklassen: Nehmen Sie nur einen kompakten Rucksack für 3–4 Tage mit.
Noch ein Erlebnis auf der ersten Etappe
Nur etwa 45 km weiter liegt das Tal von Quản Bạ, wo Sie die ganze Strecke aus der Luft sehen können. Wenn Sie möchten, sehen Sie sich den Flugplatz Quản Bạ an und planen Sie einen Gleitschirmflug für den ersten Morgen Ihres Loops ein.
Nächste Etappe: Quản Bạ · Vorherige Etappe (auf dem Rückweg): Du Già



